Villerücken bei Bornheim Rösberg und HemmerichAuf dem Villerücken ist die Landschaft geprägt durch Wiesen, Äcker und Wälder© M.Pacyna

LSV zur Windenergie in Bornheim:
Spaltung der Bürgerschaft vermeiden!

Die Stadt Bornheim steht der Windenergie aufgeschlossen gegenüber. Sie möchte aber aber einem Wildwuchs an Windrädern entgegen wirken. Stadtplanerisch bedient sie sich daher des Mittels des Flächennutzungsplans.

Ein Teilflächennutzungsplan soll geeignete Konzentrationszonen für Windenergieanlagen ausweisen. Ein Gutachten stellte fest, dass die vorhandene Konzentrationszone den heutigen rechtlichen und technischen Anforderungen nicht mehr genügt. Daher hat die Stadt Bornheim ein neues Verfahren zur Suche von geeigneten Konzentrationszonen eingeleitet.

Ziele des LSV bei der Suche nach geeigneten Flächen für Windenergieanlagen

Aufforderung zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit

Konzentrationszonen:
Auswahl nach Fakten und gesetzlichen Vorgaben

WindparkWindfabrik© LSV

Die Ziele des LSV bei der Suche nach geeigneten Flächen für Windenergieanlagen sind:

  • Eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie in Bornheim als Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz ermöglichen,
  • Windrädern nur in Windenergiekonzentrationszonen zulassen, um einen ungeordneten Wildwuchs zu vermeiden,
  • Konzentrationszonen mit möglichst geringen negativen Auswirkungen von Windrädern auf Mensch und Natur auf der Basis überprüfbarer Fakten und gesetzlicher Vorgaben – und nicht emotionsgesteuert - auswählen.

Der LSV fordert, den Landschaftsschutz zumindest als „weiches Ausschlusskriterium“ einzustufen, um eine gefährliche Schwäche in der bisherigen Planung auszuräumen. Konzentrationszonen sollten möglichst außerhalb von Landschafts- schutzgebieten gesucht werden.

Besonders beachtet werden muss auch die Schonung zahlreicher gesetzlich besonders geschützter, durch Windräder gefährdeter Arten in der Rheinebene und auf dem Villerücken. Der notwendige Ausbau der Windenergie darf nicht zu Lasten der Artenvielfalt gehen.

Da beim jetzigen Verfahrensstand noch viele Untersuchungen z.B. zur Erholungsnutzung der Rheinebene und der Ville, zu „Schutzwürdigen Böden“, zu den Windverhältnissen und zum Artenschutz ausstehen, wäre es nach Auffassung des LSV ein grober Verfahrensfehler, jetzt schon Landschaftsbereiche wie die Ville aus den laufenden Untersuchungen auszuklammern.

Das Thema Windenergie besitzt leider Spaltpotential nach dem Motto „Anwohner des Vorgebirges gegen Anwohner der Rheinebene“. Dem möchten wir entgegen steuern. Der LSV plädiert dringend dafür, gemeinsam die Faktenlage sachlich zu prüfen und auf dieser Basis im Rahmen der behördlichen Vorgaben einvernehmlich rechtssichere Konzentrationszonen zu finden. Nur so kann ein unerwünschter Wildwuchs an Windrädern ausgeschlossen werden.

Leider gibt es Kräfte, welche die Spaltung befeuern. Anonyme Petitionen und unsachliche Beiträge auf Facebook oder in Printmedien gefährden die Ausweisung einer rechtssicheren Windenergiekonzentrationszone in Bornheim.

Solche Falschmeldungen werfen dem LSV Einseitigkeit vor. Und in der Tat, der LSV  setzt einseitig auf Fakten und nicht auf Polemik. Wir treten einseitig für den Schutz von Mensch, Landschaft, Natur und Artenvielfalt ein. Wir vertreten nicht die Interessen der Windenergie-Unternehmen und der vom Bau der Windräder profitierenden Grundeigentümer.

Windenergie: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit

Stellungnahmen konnten bis spätestens zum 11.10.2021 eingereicht werden

Hier war Ihre Meinung zum Teilflächennutzungsplan Windenergie gefragt. Sie werden dazu im weiteren Verfahren im Rahmen der Offenlage des vollständigen Planentwurfes nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme haben.

Die Planungsunterlagen können Sie auf der Webseite der Stadt Bornheim einsehen. 

Die vom LSV  eingereichte Stellungnahme besteht aus 4 Teilen, die Sie hier herunterladen können: