LSV wendet sich gegen geplanten Reiterhof am Heimatblick

   (Stand 26.02.2013)

Die Bezirksregierung Köln als Höhere Landschaftsbehörde hat die Entscheidung der Unteren Landschaftsbehörde über eine Ausnahme zum Bauverbot im Landschaftsschutzgebiet (s.u.) aufgehoben. Wir warten nun die Reaktion des Kreises ab. Der Stadt Bornheim dürfte damit auch die Entscheidung über den Bauantrag abgenommen sein.

Damit sehen sich die Vereine über ihre Auffassung zum Landschaftsschutz bestätigt.

Hier die Presseerklärung des BUND

Mehrere Zeitungsartikel zum Thema finden Sie in unserer Presseschau.

 

(Stand 19.01.2013)

Nachdem der LSV 33 Jahre gegen den Quarzsandabbau auf den Höhen des Vorgebirges gekämpft hat, bahnen sich neue Probleme an. LSV und andere Vereine, hier insbesondere der BUND Rhein-Sieg-Kreis, hatten schon in Zusammenarbeit mit der Stadt Bornheim erste Eckpunkte entwickelt, um das Gebiet rund um die Quarzgrube bis zum Heimatblick den im Landschaftsplan gesteckten Zielen anzupassen. Hierbei stand das Ziel einer extensiv geführten Tierhaltung im Vordergrund.

Mittlerweile hat ein Pferdebesitzer, der in Alfter-Witterschlick einen Pferdebetrieb gepachtet hatte, einen Bauantrag für eine ca. 34 * 51 m große und ca. 7 m hohe Halle einschl. Außenanlagen gestellt.

Der LSV verfolgt dieses Vorhaben mit großer Besorgnis.

 

Bereits am 31.08.2012 hatte der Rhein-Sieg-Kreis als untere Landschaftsbehörde (ULB) zu dem Vorhaben sein Benehmen erteilt und eine Ausnahme vom Bauverbot im Landschaftsschutzgebiet zugelassen. Hiergegen wurde bei der Bezirksregierung als Höherer Landschaftsbehörde (HLB) Aufsichtsbeschwerde eingelegt. In diesem Zusammenhang fand am 18.12.2012 eine örtliche Begehung statt. Die HLB will Ende Januar 2013 eine Entscheidung treffen. Wir sind sehr gespannt darauf.

Weiterhin hat der Landschaftsbeirat bei der ULB in seiner Sitzung vom 29.11.2012 seine kritische Haltung gegenüber der Ansiedlung des Reiterhofs geäußert und an die ULB und die Stadt Bornheim appelliert, das Vorhaben zurückzuweisen.

Hier das Protokoll der Sitzung (siehe Punkt 5 Seiten 4 bis 6).

Bei der Stadt Bornheim liegt die endgültige Entscheidung über die Zulassung des Baus des Reiterhofs. Die Stadt geht davon aus, dass der Bau eines Reiterhofs ein privilegiertes Vorhaben nach Baugesetzbuch ist und lediglich die dazu notwendigen Auflagen vom Antragsteller erfüllt werden müssen. Entgegenstehende öffentliche Belange erkennt die Stadt nicht.

Das Kuratorium “Rettet das Vorgebirge”, in dem auch der LSV Mitglied ist, hatte am 4.12.2012 die Möglichkeit, dem Ausschuss für Verkehr, Planung und Liegenschaften der Stadt Bornheim seine Bedenken vorzutragen. Das Kuratorium ist der Ansicht, dass es sich hier nicht um ein privilegiertes Vorhaben handelt. Des ungeachtet gäbe es aber eine Reihe von anderen Gründen (sogenannte öffentliche Belange), die dem Vorhaben an dieser Stelle entgegen stehen.

Weiterhin wissen wir von einem Bürgerantrag, der an die Stadt Bornheim gegangen ist, der ebenfalls ausführlich begründet die Stadt auffordert, dass Vorhaben dort abzulehnen.

Wie komplex die Vorhabengenehmigung ist, haben wir in diesem Schaubild mal vereinfacht dargestellt.

Wir werden weiter berichten.