LSV-Stellungnahme zum Masterplan Rheinaue

16.02.2016 - Bornheim-Hersel

LSV begrüßt Konzeption

Auenlandschaft bei Hersel soll ruhiger Naherholung und Naturschutz dienen

 

Der LSV begrüßt grundsätzlich den auf dem Workshop Masterplan Rheinaue durch die Bornheimer Verwaltung und das Bonner Büro S+P Freiraumplaner vorgestellten Vorentwurf für die Gestaltung des Gebietes zwischen dem Gelände des Fischervereins, des ehemaligen Sportplatzes und der Flur zwischen Auenweg und Leinpfad bis zur Bonner Stadtgrenze. Das Ziel, in diesem Bereich eine Auenlandschaft, die dem Naturschutz und einer ruhigen Naherholung dienen soll, wird von uns ausdrücklich unterstützt.

Zwischen dem Leinpfad am Rheinufer und dem Auenweg erwarb die Stadt in der Vergangenheit mit Ausgleichs- geldern für Eingriffe in Natur und Landschaft gezielt Grundstücke, um die Überschwemmungsaue des Rheins in eine naturnahe, mit Einzelbäumen bestandene Flusswiesen-Landschaft zu verwandeln. Diese soll z.B. boden- brütenden Vogelarten eine Heimat bieten. Berücksichtigt wurden bei der Planung neben der Gestaltung der früher landwirtschaftlich genutzten Flächen für den Naturschutz auch der Landschafts- und Hochwasserschutz.

Besonders gut am Entwurf gefällt dem LSV die vorgesehene räumliche Trennung von Radverkehr und Spaziergängern und dass das Gebiet der ruhigen Naherholung dienen soll. Bisher kommt es auf dem Leinpfad häufig zu gefährlichen Situationen bei der Begegnung von Radfahrern und Fußgängern. Künftig soll der dann mit einer wassergebunden Decke versehene Leinpfad am Rheinufer ausschließlich den Spaziergängern vorbehalten sein, während der Radverkehr über den asphaltierten Auenweg geleitet wird.

Bedenken haben wir bezüglich der Gestaltung des Bereichs des früheren Sportplatzes. Hier sollte nach Vorschlag der Planer neben Parkplätzen und Trimmgeräten u.a. ein Grillplatz entstehen. Der LSV befürchtet, dass damit nächtliche Lärmbelästigungen und die Vermüllung der Wiese programmiert sind. Wir regen deshalb an, zumindest den Grillplatz entfallen zu lassen. Da der Bereich des früheren Sportplatzes bei Rheinhochwasser häufig überflutet wird, stellt sich auch die Frage der Sinnhaftigkeit der anderen hier vorgesehenen Maßnahmen wie z.B. der Aufstellung von Trimmgeräten, da diese durch Hochwasser regelmäßig Schaden erleiden könnten, zumindest aber nach Ablaufen des Wassers gereinigt werden müssten.