Der Geschichte erster Teil

Mitte der 90-er Jahre, also in der Hochphase der Aktivitäten gegen Quarzsandabbau und Mülldeponie, reifte die Idee heran, am Rande der Quarzgrube oberhalb von Bornheim- Botzdorf einen Aussichtsturm zu errichten. Von diesem Turm aus sollte man einen guten Blick sowohl in die Grube als auch in das Rheintal und auf das Siebengebirge haben.

Der Architekt Gerhard Decker fertigte einen Entwurf, der auf der Mitgliederversammlung im Herbst 1995 abgesegnet wurde. Nach Genehmigung des Bauantrags konnte dann im Herbst 1996 mit dem Bau begonnen werden.

Die Stadt Bornheim unterstützte den Bau durch Bereitstellung von Holz aus eigenem Wald- bestand. Nur leider stand das Holz noch im Wald. Ein Sägewerkbesitzer erklärte sich bereit, abgelagerte Douglasie zur Verfügung zu stellen, um sich anschließend das zugesagte Holz aus dem Wald zu holen.

Das THW Bornheim, stets um praxisnahe Aufgaben verlegen, bot sich an, bei der Erstellung des Turms mit Rat und Tat dem LSV zur Seite zu stehen. Sowohl die THW-Jugend als auch der Rest der Mannschaft halfen den LSV-Aktiven mit viel Engagement.

Insgesamt wurden ca. 600 Arbeitsstunden bei der Errichtung des Turms geleistet.

Heute ist der Turm ein beliebtes Ausflugsziel oder auch Startpunkt für Wanderungen im Vorgebirge. Ebenso ist er schon Anlaufpunkt in einem Geocash. Schautafeln zur Geologie der Ville ergänzen die Informationen für Besucher.

Fotogalerie zum Turmbau

Der Geschichte zweiter Teil

Im Sommer 2010 meldeten LSV-Mitglieder, dass direkt neben dem Turm ein Sendemast errichtet worden sei. Was war passiert? Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hatte im Auftrag der Polizei einen Sendemast für den digitalen Polizeifunk errichtet. Dieser Mast stand so unglücklich, dass vom LSV-Turm aus die Sicht auf das Rheintal und die nördliche Ville stark beeinträchtigt war.

Glück im Unglück: Der Sendemast stand zu nah am Turm, so dass keine ausreichende Abstandsfläche vorhanden war. Verhandlungen zwischen LSV, BLB und Stadt Bornheim brachten die Lösung, dass der BLB die Umsetzung des Turms bezahlte und der LSV die Möglichkeit hatte, den Turm auf seine Kosten um ca. 3 m zu erhöhen.

Am 9.7.2011, also auf den Tag genau 36 Jahre nach Gründung der “Bürgerinitiative gegen den Quarzabbau”, der Vorgängerin des LSV  feierte der LSV zusammen mit dem BUND und dem Vogelschutzkomitee die Einweihung des neuen Turms, die Entlassung der Quarzgrube aus dem Bergrecht sowie die Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen in der Grube.

LSV-Turm und Funkmast (Totale)

Fotogalerie zur Turmumsetzung

Unterhaltung des Turms und Vandalismus

Alles ist vergänglich. Dieses eher philosophische Thema wird an den Holzbauteilen des Turms harte Realität. Alles ein bis zwei Jahre müssen die Holzteile gestrichen werden. Mittlerweile haben wir auch schon den einen oder anderen Balken oder auch Bretter ausgetauscht, nicht ohne vorher zu streichen. Der “neue” Turm ist aber nun so hoch, dass man mit einer Leiter außen nicht mehr dran kommt und wir uns eines Hubwagens bedienen mussten.

Schlimmer jedoch als der Zahn der Zeit sind einige unserer Zeitgenossen. Immer wieder wurden Bretter herausgerissen, zumeist verbrannt. Im März 2012 wurde sogar mittels glühender Grillkohlen die Bodenbretter der Plattform durchgebrannt.

Der LSV erstattete Anzeige und setzte eine Belohnung zur Ergreifung der Täter aus.

Das ursprünglich ganz aus Holz gefertigte Geländer wurde inzwischen durch eine Winkelstahlunterkonstruktion ersetzt. Um den Turm weiterhin der Allgemeinheit zur Verfügung stellen zu können, bitten wir Besucher, Schäden oder verdächtige Aktionen einem der LSV-Vorstandmitglieder zu melden. Die Telefonnummern finden Sie hier.

Video zur Turmumsetzung

Fotogalerie Unterhaltungs- arbeiten

Fotogalerie Vandalismusschäden

Der LSV-Turm

Turm fertig (klein)

 

 

 

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Stand: 19.11.2017