Hecke „auf den Stock gesetzt“

Landschafts-Schutzverein aktiv bei Pflege der Kulturlandschaft

01.02.2014 - Bornheim-Botzdorf

Aufschichten der TrockenheckeHecken bereicherten früher viele Kulturlandschaften, fielen jedoch auch im Vorgebirge im Zuge veränderter Bodennutzungen häufig Rodungen zum Opfer. Der Landschafts-Schutzverein Vorgebirge (LSV) versucht dem durch Pflanzung und Pflege von Hecken entgegen zu wirken. Schließlich beleben Hecken nicht nur optisch die Landschaft. Sie sind auch ein wertvolles Rückzugsgebiet für Pflanzen- und Tierarten, darunter gefährdete Vogelarten wie den Rotrückenwürger, die Dorngrasmücke und das selten gewordene Rebhuhn.

Bereits 1986 legten Landschaftsschützer des LSV auf der Ville-Kante oberhalb von Bornheim zwischen Brombeerweg und Blutpfad eine 90 m lange dreireihige Baumhecke mit Pflanzenarten wie Feldahorn, Wildapfel, Salweide, Pfaffenhütchen, Faulbaum, Schneeball, Heckenrose, Bluthartriegel, Kornelkirsche und Traubenholunder zur Vergrößerung der biologischen Vielfalt an.

Hecken haben jedoch die Tendenz, in die Höhe und die Breite zu wachsen. Sie müssen also regelmäßig gepflegt werden. Baumhecken werden abschnittsweise alle 5 bis 15 Jahre am Boden oder in 1 m Höhe „auf den Stock gesetzt“.

LSV-Geschäftsführer Klaus Benninghaus: „Solch ein Rückschnitt war jetzt bei dieser Hecke wieder einmal nach der letzten Pflegeaktion 2002 fällig.“ Am vergangenen Samstagmorgen machten sich deshalb fünf fleißige Vereinsmitglieder mit forstfachlicher Unterstützung an die Arbeit. Die Büsche wurden zurück gesetzt, einzelne Bäume innerhalb der Hecke stehen gelassen sowie einige Birken gefällt, um den niedrigeren Sträuchern wieder Licht zu verschaffen. Das anfallende Schnittholz nutzten die LSV-Aktivisten, um zwischen Pfosten Trockenhecken aufzuschichten, welche vielen Tierarten Schutz und Nistmöglichkeiten bieten.